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PFLEGEVERSICHERUNG ÜBERSICHT

Die Pflegeversicherung soll allen Pflegebedürftigen Hilfe leisten, die wegen der Schwere ihrer Pflegebedürftigkeit auf solidarische Pflege angewiesen sind. Pflegebedürftig im Sinne des SGB XI sind hierbei Personen, die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten aufweisen und deshalb der Hilfe durch andere bedürfen. Die Pflegebedürftigkeit muss auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate und mindestens im Umfang einer geringen Beeinträchtigung der Selbstständigkeit bestehen.

Pflegeversicherung folgt Krankenversicherung

Alle pflichtversicherten und freiwillig versicherten Mitglieder der BKK sind „automatisch“ Mitglied in der gesetzlichen Pflegeversicherung. Diese bezahlt sowohl Leistungen der häuslichen Pflege als auch alle Formen der stationären Pflege (Tages- u. Nachtpflege, Kurzzeitpflege, vollstationäre Pflege). Pflege bedürftige haben hierbei die Wahl, welche der Leistungen sie in Anspruch nehmen.

Ob Pflegebedürftigkeit vorliegt und welcher der fünf Pflegegrade gilt, entscheidet die BKK-Pflegekasse aufgrund einer Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK) oder einen von ihr beauftragten unabhängigen Gutachter.

Rehabilitation vor Pflege

Bei einem Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung oder der Durchführung einer Pflegeberatung wird zunächst geprüft, ob und ggf. welche Leistungen zur medizinischen Rehabilitation geeignet und zumutbar sind, eine Pflegebedürftigkeit zu überwinden, zu mindern oder ihre Verschlimmerung zu verhüten. Sollte ein Rehabilitationsbedarf festgestellt und ggf. eine medizinische Rehabilitation durchgeführt werden, hat dies jedoch keine Auswirkungen auf die Feststellung des Vorliegens einer Pflegebedürftigkeit.

Förderung privater Vorsorge

Obwohl die BKK-Pflegekasse umfangreiche Leistungen zur Verfügung stellt, entstehen im Pflegefall finanzielle Lücken, die aus eigenen Mitteln geschlossen werden müssen. Aus diesem Grunde werden seit einigen Jahren private Pflegezusatzversicherungen staatlich gefördert („Pflege-Bahr“). Gefördert werden hierbei Pflege-Tagegeld-Versicherungen, die für jeden Pflegegrad Geldleistungen zur Verfügung stellen.

Bei einer Eigenleistung von mindestens 10 Euro monatlich beträgt die staatliche Förderung 5 Euro monatlich. Diese 5 Euro werden als Zuschuss direkt an das Versicherungsunternehmen gezahlt, ohne dass sich der Versicherte darum kümmern muss.

Die staatliche Förderung wird ab Vollendung des 18. Lebensjahres gezahlt und ist einkommensunabhängig. Die Versicherungsunternehmen müssen jede Person aufnehmen, die einen Anspruch auf die staatliche Förderung hat. Eine Gesundheitsprüfung findet nicht statt; auch Leistungsausschlüsse oder Risikozuschläge sind nicht erlaubt.

Vorversicherungszeit und Leistungsbeginn

Um Leistungen der Pflegeversicherung zu erhalten, muss eine so genannte „Vorversicherungszeit“ erfüllt werden. Erst wenn man mindestens zwei Jahre innerhalb der letzten zehn Jahre in der Pflegeversicherung versichert ist, kann man Leistungen beanspruchen. Diese werden nur auf Antrag zur Verfügung gestellt, und zwar grundsätzlich vom Tag der Antragstellung